Französisches Viertel

Bild: Caspar von Allwörden

Das Französische Viertel gemeinsam umgestalten

Bei unserem Stadtteilgespräch am Dönerdreieck im April sind viele Ideen zusammengekommen. Es hat sich herausgestellt: Viele Menschen wünschen sich ein lebendiges, friedliches Zusammenleben und ein besseres „Miteinander“, mehr Grün im Stadtteil und eine Neuordnung des Verkehrs, vor allem weniger parkende Autos.

Gemeinsam können wir am besten dafür sorgen, dass das Französische Viertel schöner wird. Als Stadtteil-SPD bringen in den politischen Gremien Vorschläge für bauliche und verkehrliche Veränderungen ein. Langfristig setzen wir uns für eine komplette Umplanung ein, kurzfristig möchten wir durch kleine Verbesserungen dafür sorgen, dass das Französische Viertel fahrrad- und fußgängerfreundlicher und grüner wird. Aber auch eure Mithilfe brauchen wir: konkrete Hinweise, aber auch eigene Initiativen für einen lebendigen, netten und sauberen Stadtteil.

Deswegen haben wir uns auf Grundlage eurer Vorschläge mal ein paar Gedanken über das weitere Vorgehen gemacht und haben uns überlegt, was wir machen und wo wir eure Hilfe brauchen:

Verkehr

Vorschlag: Mehr Fahrradstraßen

  • Wir können uns gut vorstellen, dass Französische Viertel zum „Fahrradviertel“ zu machen. Die Straßen können zu Fahrradstraßen werden, natürlich braucht es einen neuen Straßenbelag. Wir werden dies im Ortsbeirat einbringen und haben den Vorschlag dem Vorsitzenden des Fahrradforums mitgegeben.

Vorschlag: Mehr Fahrradbügel

  • Wir werden uns für zusätzliche Fahrradbügel (auf der Straße, nicht auf dem Gehweg) im Ortsbeirat stark machen.
  • Aus unserer Sicht fehlen Fahrradbügel in der Weißenburgstraße und in der Eckernförder Straße. Wo noch? Sag uns Bescheid und wir bringen den Vorschlag im Ortsbeirat ein.

Vorschlag: Neuordnung des ruhenden Autoverkehrs

  • Auf unserem Parteitag haben wir beschlossen, dass wir uns für eine Einschränkung des Gehwegparkens in der ganzen Stadt stark machen. Gemäß Standard für Gehwege in Kiel ist eine Anordnung von Gehwegparken nur zulässig, wenn mindestens 2,50 Meter Platz bleiben. Wir haben beschlossen, dass wir uns in einem ersten Schritt dafür einsetzen, dass der absolute Mindeststandard von 1,80 überall erfüllt sein muss: http://ki.beschluesse.spd-schleswig-holstein.de/wiki/Fu%C3%9Fverkehr_schnell_und_einfach_sicherer_machen
  • Wir müssen langfristig etwas dafür tun, dass weniger Leute auf ein eigenes Auto angewiesen sind, kurzfristig wollen wir, dass Alternativen geschaffen werden, wo die Autos parken können (nicht mehr auf den Gehwegen!). Auch für den Wilhelmplatz können wir uns etwas Schöneres vorstellen als einen reinen Parkplatz.
  • Weniger Autos in der Stadt heißt kurzfristig, dass die Autos von Anwohner*innen und Pendler*innen woanders stehen. Wir finden die Möglichkeit von Park-and-Ride-Parkplätzen am Stadtrand sehr gut, nicht nur für eine Entlastung des Französischen Viertels. Achim Heinrichs, der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion wird einen entsprechenden Antrag in die Ratsversammlung einbringen.
  • Auch das Falschparken ist ein Problem im Französischen Viertel: Oft werden die Straßenkreuzungen so zugeparkt, dass man mit Kinderwagen kaum noch eine Chance hat, die Straße zu überqueren und Rettungsfahrzeuge im Notfall nicht durchkommen. Regelmäßig bringen wir den Wunsch im Ortsbeirat ein, dass Falschparken im Französischen Viertel stärker zu kontrollieren. Damit diesem nachgekommen werden kann (andere Stadtteile wollen das auch), brauchen wir mehr Personal. Auch das haben wir bei unserem Kreisparteitag im März beschlossen.
  • Auch mehr Rücksichtnahme würde sehr helfen. Wir müssen ja nicht darauf warten, dass im Viertel kontrolliert und abgeschleppt wird, um nicht mehr falsch zu parken. Bei unserer Aktion „Cornern gegen Falschparker*innen“ im September haben wir einen Abend lang die Ecken im Kreuzungsbereich Metzstraße / Weißenburgstraße „besetzt“. Wir haben es uns dort gemütlich gemacht, so dass Autos nicht mehr parken, Fußgänger*innen aber völlig ungehindert durchkommen können: https://www.spd-kielwest.de/2019/09/21/im-einsatz-auf-legalen-und-illegalen-parkplaetzen/

Vorschlag: Bordsteine absenken

Mehr Grün im Stadtteil

Vorschlag: Ein Hochbeet im Französischen Viertel:

Der Antrag wurde am 20.06.19 mit den Stimmen der SPD, der Grünen und der Linken gegen die Stimmen der CDU beschlossen.

  • Wir haben einen Antrag beim Umweltschutzamt gestellt, das Hochbeet zum Teil aus Mitteln des Umweltfonds der Stadt Kiel zu finanzieren. Die restliche Kosten übernehmen wir als SPD-Ortsverein.
  • Der NABU Kiel wird uns bei der Auswahl der Pflanzen beraten und zwei Anwohnerinnen aus der Wörthstraße werden es betreuen.
  • Geplant ist der Start für das Frühjahr 2020.

Vorschlag: Mehr Bäume  

  • Wir wollen mehr Bäume, nicht nur im Französischen Viertel, sondern in ganz Kiel! Dafür setzt sich Max Dregelies als umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion ein. Sobald die Straßen im Französischen Viertel neu geplant werden, müssen auch hier mehr Bäume eingeplant werden.

Ein saubererer Stadtteil

Vorschlag: Weniger Kieler Express

  • Im Ortsbeirat haben wir über die flächendeckende Zustellung des Kieler Express gesprochen, die oft nicht gelesen werden und mit der Zeit über die Gehwege flattern. Wir sind uns einig, dass die automatische Zustellung an alle Haushalte zu zu viel Müll führt. Hier brauchen wir eine stadtweite Lösung. Aber kurzfristig kann hier jeder Einzelne mithelfen: Fragt doch einfach mal eure Nachbarn, wer von ihnen die Zeitung überhaupt liest. Für alle anderen (vielleicht sogar fürs ganze Haus) bestellt ihr in einfach per Email (siehe https://www.kielerexpress-online.de/kontakt/) ab, funktioniert super.

Vorschlag: Gemeinsame Müllsammelaktion

  • Gemeinsame Müllsammelaktion: Wir werden mal sehen, ob wir so etwas als Partei organisieren und gemeinsam mit vielen Anwohner*innen durchführen können.

Ein lebendiges Miteinander

Vorschlag: Sitzgelegenheiten im Französischen Viertel  

  • Regelmäßig werden die Ortsbeiräte aufgefordert, Orte zu benennen, an denen in der Stadt Sitzbänke fehlen. Den Wunsch nach Bänken im Französischen Viertel können wir im Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm anmelden.
  • Wir finden die Idee der „Parklets“ toll:
    Ein Parklet ist ein für Sitzmöglichkeiten umgewidmeter Parkplatz, oft gebaut aus Paletten: https://de.wikipedia.org/wiki/Parklet. In Gaarden gab es bereits Initiativen, die Parklets eingerichtet haben: https://www.kn-online.de/Kiel/Erstes-Parklet-in-Kiel-Gaarden-Platz-nicht-nur-fuers-Blech
    Das ist bestimmt auch bei uns möglich! Vielleicht hast Du eine gute Idee für einen Standort, hast Verbündete, die sich am Bau beteiligen würden? Gern unterstützen wir Dich darin, einen Antrag im Ortsbeirat auf Nutzung des Parkplatzes zu stellen und zu ermitteln, ob so ein Projekt aus Mitteln der Stadt gefördert werden kann.

Vorschlag: Quartiersfest

  • Nicht im Französischen Viertel, aber in unmittelbarer Nähe organisieren wir als SPD einmal im Jahr das Sommerfest im Schrevenpark. Alle Anwohner*innen sind herzlich eingeladen, auf einen Kaffee und eine Grillwurst vorbeizukommen.

Vorschlag: Straßen-Flohmarkt

  • Tauschen, verschenken, verkaufen finden wir auch super! Wir werden diskutieren, ob wir diese Idee fürs Sommerfest im Schrevenpark aufgreifen können. Aber ein von Anwohner*innen organisierter Straßenflohmarkt im Französischen Viertel wäre auch super!

Vorschlag: Gemeinschaftsgärten

  • Finden wir toll! Wer weiß einen Hinterhof, der sich eignen würde? Meldet euch, gern überlegen mit euch zusammen, was wir daraus machen können.

Vorschlag: Telefonliste für Senior*innen  

Beim Stadtteilgespräch kam die Idee auf, eine Liste mit Menschen zu erstellen, die gern regelmäßig angerufen werden möchten, damit auffällt, wenn etwas nicht stimmt.

  • Gegenseitig aufeinander achten, sich helfen und aufmerksam werden, wenn etwas nicht in Ordnung ist: Wenn das funktioniert, ist viel gewonnen.
  • Wir finden die Idee grundsätzlich gut, können das als SPD-Ortsverein aber nicht leisten. Vielleicht mag sich jemand aus dem Stadtteil kümmern?

Kultur

Vorschlag: Debatte über Straßennamen

  • Einerseits mögen wir den Begriff „Französischer Viertel“, andererseits sind sie nach Schlachten im Deutsch-Französischen Krieg benannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg
  • Gern möchten wir darüber ins Gespräch kommen. Unsere stellvertretende Vorsitzende Frederike Julie Stelz ist im Vorstand der Deutsch-Französischen Gesellschaft Kiel und wird sich etwas überlegen.

Vorschlag: Graffitikunst im Stadtteil

  • Kunst und Kultur im Stadtteil finden wir super! Wer hat konkrete Ideen?